Neue Coronaschutzverordnung

(Das toll illustrierte Beitragsbild: Illustration by David S. Goodsell, RCSB Protein Data Bank; doi: 10.2210/rcsb_pdb/goodsell-gallery-019)

So, die neue Coronaschutzverordnung NRW ist da. Gültig ab übermorgen, 15. Juli 2020.

Und die zugehörigen Hygieneschutzstandards. Und die FAQ.

(Achtung, die FAQ hinkt bei einzelnen Fragen manchmal hinterher – und in der Vergangenheit war sie auch nicht immer wirklich klärend)

Kurzfassung:

!!! Nichts davon ist Rechtsberatung – ich bin kein Anwalt und keine sonstwie berechtigte Person nach § 1 (1) RBerG. !!!

Bisher galt für Tanzen als Kontaktsport: In geschlossenen Räumen maximal 10 Personen. Das ist die Regelung, die ich liebevoll die „Hallenfußball-Klausel“ nenne… weiter hat eben niemand gedacht.

Künftig sind bis zu 30 Personen in geschlossenen Räumen erlaubt (§ 9 (2) CoronaSchVO n.F.).

Dabei ist die „einfache“ (es gibt auch eine „besondere“ – lest die Norm) Rückverfolgbarkeit sicherzustellen, aber auch das ist ja nichts neues, und sollte bisher schon so gehandhabt worden sein. Ebenso der Hygieneplan.

Tanzschulen durften das bereits gemäß der letzten Verordnung und waren insofern deutlich besser gestellt als Tanzvereine. Kommerzielle Interessen gingen halt vor. Das kann man auch daran festmachen, daß für die Vereine die Staatssekretärin Sport und Ehrenamt zuständig ist, für die Tanzschulen aber das Wirtschaftsministerium.

Für uns als Verein bedeutet das, daß ein ansatzweise normaler Trainingsbetrieb auch im Paartanz wieder möglich ist. Je nach Räumlichkeiten sind 15 Paare natürlich trotzdem eine Einschränkung, aber in der Größenordnung machen Kurse auch wirtschaftlich wieder Sinn.

Selbst gegen Partnerwechsel dürfte nichts sprechen, aber das müssen alle Vereine natürlich selbst abwägen, ob und unter welchen Umständen das eine gute Idee ist.

Einerseits gibt es viele Tänzer, die keinen festen Partner zur Hand haben, andererseits führt Partnerwechsel bei einigen Tänzern vermutlich zu Unsicherheit und dann dazu, daß sie im Zweifel lieber wegbleiben. Ein gangbarer Weg mag sein, daß man sich vorübergehend von „in unseren Kursen wird gewechselt, basta“ verabschiedet und das den Teilnehmern freistellt.

Und als Schlußbemerkung: ich weiß nicht, ob ich nur in den relevanten Zirkeln nicht drin bin, aber mich hat doch überrascht, daß auf Facebook sehr wenig bisher zu den verschiedenen Fassungen der Verordnung zu finden war.

Gerade in der aktuellen Kursphase, als die damals neue Verordnung uns böse reingegrätscht ist und viel Streß und Diskussionen verursacht hat, wäre ein Austausch mit Vereinen in ähnlicher Situation schön gewesen. Lief das alles nicht-öffentlich in privaten Gruppen oder habe ich die Diskussionen nur nicht gefunden?

Wiedersehen auf der Tanzfläche

Nachdem wir die letzte Kursphase vorzeitig abbrechen mußten, ging es für die ersten Bielefelder Tänzer schon am Montag, und für mich dann gestern wieder mit Kursen los. Ein Wiedersehen auf der Tanzfläche mit vielen lieben Menschen, die ich länger nur per Telefon oder Mail „gesehen“ hatte.

Ich war zuversichtlich, das Generve hinter mir zu lassen und getreu „Ich habe Lust zu Tanzen!“ fröhlich meine beiden Kurse zu genießen.

Und genauso kam es auch. Uli verbreitete im Shim Sham gleich mal richtig gute Laune. Ein großer Spaß!

Shim Sham habe ich vor ewigen Zeiten mehrfach gelernt, mal besser, mal schlechter, aber so richtig flüssig wollte es nicht in meinem Kopf bleiben. Beziehungsweise, das mit dem Kopf ist natürlich wieder das Problem. Aber diesmal wird es besser klappen!

Apropos „früher schon gelernt“: ich habe vorhin das Video vom Shim-Sham-Workshop bei Ela in der Kung-Fu-Schule nochmal angeschaut. Das ist fünf Jahre her!

Uli ist richtig durchgerast. Wir haben fünf Termine, und nach dem ersten sind wir schon fast durch. Es fehlen nur noch Freezes, Half-Break und Shorty George, meine ich. Aber er wird uns sicherlich noch viel Styling zeigen, wir werden weiterhin fleißig üben, und dann… ist bestimmt tatsächlich noch Zeit für die Dean-Collins-Variante des Shim Sham. Die kenne ich noch gar nicht.

Der zweite Kurs im Anschluß war dann der Slides, Footworks & Social Moves-Kurs. Das große Sorgenkind der Planung und Organisation. Aber gestern war alle Last von mir abgefallen und ich konnte auch diesen Kurs richtig genießen.

Pia und Uli haben uns Scissors gezeigt. Dabei hat mich gewundert, wie lange wir gebraucht haben, eigentlich sind die relativ simpel, wenn man nur endlich mal richtig Gleichgewicht halten könnte.

Im Rückblick war dieser Abend genau das, was ich gebraucht habe. Ich freue mich schon richtig auf nächste Woche.